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Mit
den "Projektionen" benutzen die Künstler der
Arbeitsgruppe im September 1995 ein für sie neues Medium,
und sie entwickeln eine neue Arbeitsweise, während die
Thematik sich in die bisherige Form der "Interventionen"
einreiht. Während der Lindener Kulturtage steht den
Künstlern ein 200 qm großes Ladengeschäft im
Ihmezentrum zur Verfügung, das von ihnen in einen
Projektionsraum umgewandelt wird.
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Mit 4 Diaprojektoren und
Geräuschbeimischung (bearbei-tung der Tonaufnahmen einer
Straßenbahnfahrt quer durch Hannover durch D. Haase und J.
Berkefeld) werden auf halbtransparenten Projektionsflächen
non-stop 240 Dias projiziert, die durch hintereinander
gestaffelte Projektionsflächen vervielfacht, und durch die
zum Teil sich zwischen ihnen bewegenden Betrachtern gebrochen
werden. Damit entwickelt sich eine räumlich erfassbare
audivisuelle Installation, die das betrachtende Individuum
einschließt. Die projizierten Bilder vermitteln
fragmentierte Stadterfahrung. Den beteiligten Künstlern
(Donnan, Eeckhout, Haase, Hüskes, Maaß, Schneyder) ist
es in den Bildern gelungen - bei unterschiedlichsten
Bildauffassungen - einheitlich zusammenwirkende Eindrücke
von Begegnungen in der Stadt und mit der Stadt zu vermitteln:
Begegnungen von Menschen werden konfrontiert mit
Verhaltensaufforderungen, Anweisungen durch Piktogramme, wie wir
sie tagtäglich sehen bzw. übersehen, die Anonymität
von Namen auf Klingelschildern mit individuellen Portraits, diese
wiederum mit Kampfszenen, holzschnittartig, silhouettenhaft, mit
Fernsehbildern, Straßenbildern.
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Hektisches wird verbunden
mit Alltäglichem, Verrätseltes mit Banalem. Banales
wird fremd, Fremdes zum beruhigendem Pol. Projiziert und
reflektiert wird in dieser multimedial dichten
Gemeinschaftsarbeit (die individuelle künstlerische Leistung
geht auf im Gesamtwerk und wird dabei gleichzeitig verstärkt)
die nervöse Dichte, Mobilität und Anonymität,
Orientierungslosigkeit, Andersheit und Fremdheit, Verordnung und
Verortung in der Bewegung von Mensch und Stadt.
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